Rudbeckia fulgidaVerbascum arcturusLavatera phoenicaIsoplexis canariensisAmorphophallus konjacErythrina speciosaSorbus anglicaProtea grandicepsGladiolus illyricusPericallis echinataEchium wildpretii ssp. trichosiphonPrimula vialeiiPterocephalus porphyranthusViola corsica ssp. corsicaScabiosa caucasicaConvolvulus canariensisMagnolia sieboldiiCistus monspeliensis

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Die Gattung Amorphophallus (Titanwurze)

Herkunft und Wuchs
Amorphophallus albusAmorphophallus bulbiferDie Gattung Amorphophallus ist verbreitet bekannt durch die wohl berühmteste Art Amorphophallus titanum, die "Titanwurz", welche den größten unverzweigten Blütenstand im Pflanzenreich aus bildet, der eine Höhe von mehr als drei Meter erreichen kann. Neben dieser besonders auffälligen Art sind gegenwärtig knapp 200 weitere krautig wachsende Arten bekannt. Die Mehrheit der Amorphophallus Arten ist im subtropischen und tropischen Flachland an Waldrändern und an offenen Stellen im gestörten Primärwald in Asien zu finden. Wenige Arten können in Afrika (z. B. Amorphophallus abyssinicus, West- bis Ostafrika und Madagaskar), Australien (durch nur eine einzige Art, namentlich Amorphophallus galbra, Queensland, Nordaustralien und Papua Neu Guinea) und Polynesien angetroffen werden. Einige Arten wie z. B. Amorphophallus paeoniifolius (Madagaskar bis Polynesien) dienen wegen ihrer Knollen der menschlichen Ernährung in der gesamten asiatischen Region und werden in den Tropen seit langer Zeit angebaut. Eine vollständige Liste aller Amorphophallus Arten inklusive zahlreicher Fotos von Titanwurzen ist auf der Internetseite der International Aroid Society (Internationale Gesellschaft für Aronstabgewächse) zu finden.

Wie bei anderen verwandten Gattungen innerhalb der artenreichen Familie der Aronstabgewächse (Araceae), wie z. B. Arisaema, Dracontium und Typhonium, entwickeln die meisten Arten eine recht groß werdende, unterirdische runde bis längliche Knolle oder ein fleischiges Rhizom, das den Pflanzen als Speicherorgan dient und bei den größten Arten der Gattung, wie z. B. Amorphophallus hewitii (Sarawak, Ostmalaysia), Amorphophallus titanum (Sumatra, Indonesien)  und Amorphophallus gigas (Sumatra, Indonesien) ein Gewicht von bis 80kg und mehr erreichen kann. Bei den meisten Arten bildet sich in jedem Wuchszyklus nur ein einzelnes, langstieliges, schirmähnliches gefiedertes Blatt. Dieses kann bei den Giganten der Gattung ein baumähnliches Aussehen haben. Bei einigen Vertretern, wie z. B. Amorphophallus bulbifer (weit verbreitet in Indien vorkommend) bildet sich bei guten Wuchsbedingungen ein zweites Blatt aus.

Amorphophallus konjac - Neue BlattknospeNach Erreichen der Blühfähigkeit bilden die Pflanzen für gewöhnlich einen einzelnen Blütestand aus, der aus einer manchmal farbenprächtigen Spatha (Pseudoblütenblatt) und einer inneren Spadix besteht, die kürzer ist oder aus Spatha herausragt, und normalerweise eine andere Farbe hat. Letztere umfasst die eigentlichen, kleinen männlichen und weiblichen Blüten an ihrer Basis. Am Tag des Öffnens des Blütenstandes sind die weiblichen Blüten fruchtbar und der Blütenstand kann einen manchmal sehr starken, unangenehmen Geruch verbreiten, der die Hauptbestäuber (Fliegen und bestimmte Käferarten) anzieht. Am zweiten Tag sind die weiblichen Blüten nicht mehr empfangsfähig, jedoch geben nun die männlichen Blüten ihren Pollen frei. Nach einer erfolgreichen Bestäubung bilden sich aus den weiblichen Blüten manchmal sehr farbenprächtige Beerenfrüchte aus, die ein, selten auch zwei oder drei Samen enthalten. Bei den meisten Arten sind die Früchte leuchtend orange bis scharlachrot gefärbt, wohingegen einige wenige Arten auch violett-blaue (Amorphophallus kiusianus, Südjapan, Ostchina und Taiwan) oder selten weißlich-grüne bis gelblich-grüne Beeren ausbilden. Die ovalen bis elliptischen Früchte sind etwas fleischig und werden von Vögeln verbreitet.


Pflege und Kultur
Amorphophallus titanum - BlütenstandAmorphophallus muelleri - Bulbille in BlattachselIn Kultur sind die meisten Arten leicht zu pflegen in jedem humusreichen, eher organischen, gut durchlässigen und gut durchlüfteten Substrat. Amorphophallus Arten können mehrheitlich bei etwa 20°C (optimal 25°C) während des Sommers in einem mäßig feuchten Substrat an einem halbschattigen Standort mit Schutz vor mittäglicher Prallsonne kultiviert werden. Wenige tropische Arten, wie z. B. die berühmte Amorphophallus titanum aus Sumatra benötigen eine höhere durchschnittliche Temperatur bei etwa 25°C während der Wuchsperiode. Einige Arten haben eine verlängerte Wuchsperiode von mehr als 12 Monaten oder sind immergrün, bei den meisten Arten jedoch verfärbt sich das Blatt im Herbst gelb und stirbt ab. Ab diesem Zeitpunkt sollten die Pflanzen bei einem Minimum von knapp 10°C fast vollständig trocken gehalten werden. Die Knolle von jungen Pflanzen kann in einer Saison ihr Gewicht verdreifachen. Die Knollen ruhen mehrheitlich für etwa 3 bis 7 Monate. Sie sollten daher zum Anfang des Frühlings vorzugsweise an einen wärmeren Ort gebracht werden. Die Erhöhung der Tagestemperatur stimuliert bei einigen Arten das neue Wachstum. Sobald sich das neue Blatt aus dem Zentrum der Knolle empor schiebt, wird wieder vorsichtig gegossen. Viele Amorphophallus Arten blühen vor dem Austrieb des Blattes, wohingegen einige Arten nach der Blüte einen kompletten Wuchszyklus lang kein Blatt ausbilden, sondern das gesamte Jahr ruhen. Da bei den Arten die Wurzeln sich mehrheitlich aus dem oberen Teil der Knolle bilden, sollte diese tief genug gepflanzt werden, so dass sich die Wurzeln frei entwickeln können. Für die meisten Arten ist eine Tiefe, die dem dreifachen Knollendurchmesser entspricht, ausreichend.

Einige Arten vermehren sich auch vegetativ, entweder durch die Bildung von ausläuferartigen Knollen wie bei Amorphophallus albus (China) und Amorphophallus konjac (Südchina und Vietnam), durch rhizomartige Ausläufer wie bei Amorphophallus krausei (Myanmar, Nord- und Westthailand und Yunnan Provinz in China), kleine bis mittelgroße Bulbillen in den Blattachseln bei Amorphophallus bulbifer und Amorphophallus muelleri (Westthailand, Andamanen Inseln in Indien, Sumatra, Java, Timor und Sulawesii in Indonesien), sowie durch der Mutterknolle anhaftende Tochterknollen, wie bei Amorphophallus odoratus (syn. Amorphophallus dunni aus Südostchina), Amorphophallus paeoniifolius und Amorphophallus yunnanensis (China). Diese sollten solange an der Mutterknollen verbleiben, bis sie sich leicht lösen und danach als separate Pflanzen eingetopft und kultiviert werden.

Aussaat
Amorphophallus spec. - Am Standort in NordthailandAmorphophallus Arten sind mehrheitlich einfach aus Samen zu ziehen. Das Saatgut sollte etwa 1 cm tief in eine wie oben angegebene Substratmischung gesetzt werden, welche immer mäßig feucht zu halten ist. Die optimale Aussaattemperatur beträgt tagsüber knapp 25°C und nachts etwa 20°C. Auf diese Art und Weise werden die meisten Sämlinge nach etwa 2 bis 6 Wochen erscheinen. Einige können eventuell einige Wochen mehr benötigen. Bei einer Aussaat in den Wintermonaten werden in seltenen Fällen einige Samen eine Ruhezeit eingehen und erst im folgenden Frühjahr keimen.

Die meisten Sämlingspflanzen von Titanwurz Arten zeigen eine verlängerte Wuchsperiode im Vergleich zu älteren Exemplaren der gleichen Art. Daher sollten die Aussaattöpfe ganzjährig solange halbschattig und warm gehalten werden, wie die Pflanzen "grün", d. h. mit einem Blatt, sind. Viele Sämlinge bilden nicht nur ein einzelnes, sondern mehrere Blätter hinter einander, bevor sie ihre erste richtige Ruhezeit beginnen. Im Allgemeinen sollten die noch kleinen Knollen von Sämlingen während der Ruhezeit niemals vollständig trocken gehalten werden, da sie recht leicht austrocknen können. Sie bevorzugen ein leicht feuchtes Substrat bei einem Temperaturminimum von etwa 20°C.

Schädlinge und Krankheiten
Besonders Knollen, die sich in der Ruhephase befinden, können manchmal von Pilz- und Bakterieninfektionen sowie Fäulnis betroffen werden, dies besonders dann, wenn sie während dieser Zeit in einer zu feuchten Erde bei zu tiefen Temperaturen gelagert werden. Falls eine Infektion festgestellt wird (diese äußert sich z. B. durch ein Matschigwerden von Stellen an der Knolle), kann ein Rettungsversuch unternommen werden. Dazu müssen alle betroffenen Stellen der Knolle großzügig ausgeschnitten werden. Der Rest der Knolle sollte vorzugsweise mit einem Fungizid in Puderform eingestäubt und für einige Tage absolut trocken an der Luft gelagert werden. Danach kann die Knolle wieder in eine eher trockene Erde eingetopft werden. Im Allgemeinen sollten daher präventiv ältere Pflanze während der Ruhezeit solange nicht gegossen werden, bis das neue Blatt erscheint. Eine zweite durch Insekten hervorgerufen Krankheit ist der Befall mit Nematoden (winzige, fast transparente Würmer mit einer Länge von etwa 2mm bis 4 mm). Alle ruhenden Knollen sollten beim jährlichen Umpflanzen auf diese Schädlinge hin untersucht werden. Bei Erkennen eines Befalls können systemisch wirkende Standardinsektizide als Gegenmaßnahme über mindestens zwei Wuchsperioden hinweg verwendet werden.

Bezugsquelle
D
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Amorphophallus aberrans   Amorphophallus elatus   Amorphophallus macrorhizus   Amorphophallus scaber 
 Amorphophallus albispathus   Amorphophallus fuscus   Amorphophallus maximus   Amorphophallus scutatus 
 Amorphophallus albus (Gelbe Yunnan Titanwurz)   Amorphophallus henryi   Amorphophallus maxwellii   Amorphophallus serrulatus 
 Amorphophallus ankarana   Amorphophallus hewittii (Borneo Titanwurz)   Amorphophallus muelleri   Amorphophallus sizemoreae 
 Amorphophallus asterostigmatus   Amorphophallus impressus   Amorphophallus myosuroides   Amorphophallus sumawongii 
 Amorphophallus atrorubens   Amorphophallus interruptus   Amorphophallus napiger   Amorphophallus symonianus 
 Amorphophallus atroviridis   Amorphophallus kachinensis   Amorphophallus obscurus   Amorphophallus synandrifer 
 Amorphophallus bangkokensis   Amorphophallus kiusianus   Amorphophallus ochroleucus   Amorphophallus taurostigma 
 Amorphophallus brevispathus   Amorphophallus konjac (Konjac Titanwurz)   Amorphophallus odoratus (syn. Amorphophallus dunnii)   Amorphophallus tenuispadix 
 Amorphophallus bulbifer   Amorphophallus konkanensis   Amorphophallus ongsakulii   Amorphophallus thaiensis 
 Amorphophallus bulbifer   Amorphophallus koratensis   Amorphophallus opertus   Amorphophallus titanum (Echte Titanwurz) 
 Amorphophallus carneus   Amorphophallus krausei   Amorphophallus paeoniifolius (Elefantenohr Titanwurz)   Amorphophallus vogelianus 
 Amorphophallus cirrifer   Amorphophallus laoticus   Amorphophallus polyanthus   Amorphophallus yuloensis 
 Amorphophallus consimilis   Amorphophallus linearis   Amorphophallus putii   Amorphophallus yunnanense (Yunnan Titanwurz) 
 Amorphophallus croatii   Amorphophallus longiconnectivus   Amorphophallus pygmaeus   
 Amorphophallus curvistylis   Amorphophallus longituberosus   Amorphophallus saururus   


Hinweis:
Informationen zur mit Amorphophallus eng verwandten Gattung
Arisaema (Kobralilien) aus der Familie der Aronstabgewächse (Araceae) erhalten Sie auf dieser Seite.

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